Turbo-Brief von Dr. Kammer
Hallo Herr Stadtverordnetenvorsteher Joachim Kühn,
Im Laubacher Anzeiger habe ich die Seite 16 mehrmals durchgelesen. Grundsätzlich: Wir alle sind Klimasünder. Strom, Heizung, Wasser, Abwasser, alles verbraucht Energie, die bis jetzt nur zu einem Bruchteil des Bedarfs durch Solartechnik und Windkraft aufgebracht werden kann, wobei Windkraft in Natur-Vogel-Fledermaus-Schutz ökologische Probleme schafft. Warum Diese Vorrede? Eine Initiative „Lebenswertes Laubach“ vertritt in Wirklichkeit nur die Anlieger des Wohnviertels, nicht die sämtlichen Bewohner der Stadt und der eingemeindeten Dörfer. Das übergeordnete Interesse der Gesamtheit verlangt nach bezahlbarem Wohnraum besonders für Mitbürgerinnen und Mitbürger im Rentenalter.
Der Investor Gade-Bau hat das Grundstück von einem Immobilienhai aus Marburg angekauft und die Kosten für den Abriss getragen. Oder liege ich falsch? Um sein Projekt überhaupt wirtschaftlich bezahlbar verwirklichen zu können, braucht er die von ihm angesteuerte Größe. Im Grundstück am Ramsberg ist der Anschluss an Strom, Wasser und Abwasser vorhanden und muss nicht erst in den Boden gebracht werden. Hierzu die Frage. Reichen die vorhandenen Kapazitäten für die Wohnungen aus? Dazu kommt die heutige Bestimmung, Regenwasser getrennt vom Abwasser abzuleiten. Was wird dies kosten? Bei Abwägung aller Argumente bin ich der Ansicht, dass das Projekt in der geplanten Größe verwirklicht werden sollte.
Wird dies abgelehnt, gibt es einen Plan B?
Da fällt mir nichts anderes ein, als dem Unternehmer Gade-Bau das große Grundstück hinter dem Schlosspark anzubieten, das die Stadt einstmals für eine Umgehungsstraße vorgesehen hatte. Gerade für die Unterbringung von Senioren in vorgerücktem Alter wäre dieser Standort , an dem schon ein Graben für Regenwasser vorhanden ist, wegen der Nähe von Schlosspark und Innenstadt günstig.
Für den Ramsberg sollte ein Bebauungsplan das leere Grundstück zu normaler Wohnbebauung vorsehen. Die Grundstückspreise im Ballungsgebiet Rhein Main, ja selbst in Stadtnähe zu Gießen, sind so astronomisch hoch, dass die Stadt Laubach sie zu ihrem Vorteil an vermögende Interessenten loswerden könnte. So weit meine Überlegungen zum Problem Bau-Turbo.
Mit frdl. Grüßen,
Ulrich Kammer