80 Jahre (liberal-) demokratische Partei, Ortsgruppe Laubach
Am 1. Juni 1946 gründete sich in Laubach die demokratische Partei Ortsgruppe Laubach, nennt sich später Liberal-Demokratische Partei (unabhängig von der gleichnamigen Partei in der sowjetischen Besatzungzone) und ist mutmaßlich der Vorläufer der heutigen FDP – Ortsverband Laubach, den Laubacher Liberalen.
So heißt es im ersten Protokoll, zu lesen im Protokollheft, übergeben von Fitz Rossbach sen. an den Vorstand der FDP Laubach: „Gründungsversammlung der demokratischen Partei, Ortsgruppe Laubach“
Nachfolgendes ist in Kurrentschrift verfasst, vielleicht findet sich jemand, der den Text besser entziffern kann.
„Am 1. Juni 1946 fand in der Gaststätte „Zur Traube“ die Gründungsversammlung der demokratischen Partei, Ortsgruppe Landau statt. Die Abhaltung der Versammlung war vorläufig geheim gehalten worden. Eingeladen waren nur eine Anzahl von Ortsansässigen einer politischen Richtung, die hauptsächlich gebildet, die mit den Männern Riedl, Desch, Frank, Jockel, Riebel und Haubinger befreundet, wozu ca. 60 Personen erschienen.
Um 15 Uhr eröffnete Carl Riedl die Versammlung, begrüßte die Erschienenen und begründete die Gründung der demokratischen Partei für Laubach. Er führte aus, dass inzwischen die S.P.D. und der Christliche Landbund in Laubach gegründet worden seien. Man sei der Ansicht gewesen, dass eine Partei der linken Richtung sei und der Landbund als eine Rechtspartei zu betrachten sei, dann fehle noch die Partei der Mitte, die demokratische Partei, denn im öffentlichen Leben müsste alle Richtungen des Volkes vertreten sein. Insbesondere führte er folgendes an: Laubach sei noch in mancher Beziehung rückständig. Die Lage der Arbeiterschaft müsse in den kommenden Zeiten verbessert werden, da in Laubach keine Industrie vorhanden sei. Die Gemeinde sei durch den Zuzug der Evakuierten und Ostflüchtlinge größer geworden. Es müsse dafür gesorgt werden, dass bei der kommenden Währungsumstellung und einer Industrieansiedlung für Laubach Platz geschaffen werde. Land für kleine Industrien, für Bauplätze und Wohnungen müsse vorhanden sein. Wenn die Arbeitslosen vermindert, die Wohnverhältnisse gebessert, die Kaufkraft gehoben und gestärkt sei, dann würden allein schon die Parteigänger günstiger auf die hiesigen Wirtschaftsverhältnisse einwirken. Es müssten diese Probleme nur im fortschrittlichen und wirtschaftlichen Sinne gelöst und durchgeführt werden. Diese Aufgaben und alle Wünsche stellten kleine Kreise an den Ortsverein.“





Am 20.2.1948 ist dann im selben Protokollheft von der „Liberal-Demokratischer Partei Ortsgruppe Laubach“ zu lesen:





